Sigerls Bilderbuch

Landschaften

08. Juli bis 09. Juli 2008

 

Es war vor etwa 2 Jahren als ich Katrin auf etwa 3000 m Höhe beim Anstieg zum Hohen Riefler  (3231 m, Zillertaler Alpen) zurück lassen musste. Damals war das Wetter so instabil, dass ich ganz schnell wieder vom Berg wollte..

Dieses Jahr in den Stubaier Alpen war meine Bergfreundin so erschöpft, dass ich sie auf dem Weg zur Rinnenspitze (3000 m) auf Höhe Rinnensee zurückließ.

Doch diesmal sollte es mit dem ersten Dreitausender klappen. Das Ziel war die erwanderbare Kreuzspitze (3455 m) im Kreuzkamm der Ötztaler Alpen.

 

 

 

 

Wir gingen von Vent (1850 m) um 17 Uhr los. Unser Ziel war der Brizzisee auf einer Höhe von ca. 2900 m. Der Weg durch das Niedertal schien endlos, doch der Blick auf die Nordwand des Similaus (3599 m) ließ uns die schweren Rucksäcke am Rücken vergessen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Längst waren wir an der Schäferhütte (2230 m) vorbei, an der wir den Schäfer nach dem Wetter fragten (Antwort: Regn kimmt koana). Es war nun nicht mehr weit bis zur Martin-Busch-Hütte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Martin-Busch-Hütte ließen wir im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und stiegen den markierten Weg in nördlicher Richtung höher. Zwischenzeitlich war die Sonne untergegangen und die Wolken zeigten ein herrliches Farbenspiel. Den See erreichten wir um halb neun abends.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die vielen Schafe mit ihren lieblichen Glockengeläut, wunderten sich über die späten Gäste. Wir suchten uns ein halbwegs ebenes Fleckerl für unser Biwakzelt. Noch immer war die Wolkenstimmung ein schönes Fotomotiv.

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick zum Niederjoch, auf dem die Similaunhütte (3019 m) steht. Links, der Similaun (3599 m).

 

 

 

 

 

 

 

 

Während Katrin das Zelt aufbaute, hab ich einige Bilder gemacht, das Abendlicht war zu schön, man musste es einfach festhalten. Es war nun 21 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir waren schon längst im Zelt als es plötzlich sehr dunkel wurde. Ein Blick ins Freie, zeigte uns düstere Wolken. Oh je, oh je… hoffentlich hat der Schäfer recht…. Gewittergefahr bestand eigentlich keine, dazu war es meines Erachtens viel zu kalt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Nacht war unruhig. Ein starker Wind rüttelte böenartig an unserer Behausung. Manchmal hatte man das Gefühl wegzuschweben. Um 3 Uhr morgens bin ich mal aufgestanden. In den wolkenfreien Inseln sah ich unzählige Sterne funkeln. Um halb fünf rasselte der Wecker…

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir beeilten uns, denn zum Sonnenaufgang wollten wir auf dem Gipfel der Kreuzspitze stehen. Doch schon bald spürte ich, dass es dafür nicht reichen würde. Zu früh zeigte sich das Morgenrot…

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun ging alles sehr schnell. Ich entschloss mich, den Wettlauf mit dem neuen Tag aufzugeben. An einer geeigneten Stelle bauten wir unser 3 kg schweres Stativ auf und begannen zu fotografieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es dauerte nicht lange und das erste Sonnenlicht fiel auf den Similaun. Die Morgenstimmung war traumhaft schön, sodass wir die Kälte an den Händen kaum spürten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein bisserl habe ich es schon bedauert, dass wir den Sonnenaufgang nicht am Gipfel erleben durften. Aber auch hier in einer Höhe von etwa 3100 m war es wunderschön.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Nordwand des Similauns, eine Route, die heute wegen zu häufigen Steinschlages kaum noch begannen wird. Rechts im Bilde verläuft der Normalanstieg.

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Vordergrund der Hauslabkogel (3402 m), im Hintergrund lugt die Fineilspitze (3516 m) hervor.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Nordwand der Hinteren Schwärze (3628 m) liegt noch tief im Schatten, während die Mutmalspitze (3525 m) schon im schönsten Morgenrot erstrahlt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das warme Licht am Similaun und die dunklen Wolken am Himmel war schon ein faszinierendes Naturschauspiel.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonne am Kreuzkamm mit den Gipfeln Hauslabkogel (3402 m), Saykogel (3360 m), Sennkogel (3400 m) und Kreuzkogel (3340 m).

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotografieren ist das Spiel mit dem Licht und dieses Licht war einfach nur schön. Der Wind ordnete die Wolken immer wieder neu und die Sonne suchte ihren Weg zur Erde.

 

Ob wir den Gipfel erreicht haben, erzähle ich euch im Teil 2.

 

 

 

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