
Vor 2 Jahren habe ich mit Katrin im Rofan schon eine Biwaknacht verbracht. Damals waren wir auf dem Hochiss und hatten wunderbares Licht. Diesmal ging es direkt nach dem Island-Treffen auf die Haidachstellwand, die hier im Hintergrund zu sehen ist.

Das Wetter war gut und stabil und schnell erreichten wir die kurze Klettersteigpassage. Seit meiner letzten Tour hat man nun eine Variante angelegt. Neugierig wie ich bin, musste ich sie mir gleich mal anschauen. Sie ist ein paar Meter länger, dafür aber nicht so steil wie der bisherige Steig.

Unsere Rucksäcke waren diesmal nicht so schwer. Man spürte deutlich, dass wir mit einer anderen, viel leichteren, Fotoausrüstung unterwegs waren. Dafür gönnten wir uns die Mitnahme eines 2. Statives.

Die Sonne stand schon tief als wir das Gipfelplateau erreichten und während Katrin das Biwakzelt aufbaute, nahm ich die Kamera zur Hand und machte einige Bilder.

Nach den vielen Nächten in Island in unserem Exped Orion Extreme, kam mir nun das Northface Tadpole 23 sehr klein und niedrig vor. Na ja, ist ja auch nur für eine Nacht.

Es dauerte nicht lange bis die Sonne hinter den Karwendelspitzen unterging. Das Licht wurde immr schöner, der Himmel immer rötlicher.

Nebst dieser Aufnahme habe ich auch mehrere Panorama-Aufnahmen gemacht. Ein 6-Bilder-Pano habe ich hier online gestellt:
http://www.alpen-panoramen.de/panorama.php?pid=7827

Nächtlicher Drei-Täler-Blick: Links das Zillertal, in der Bildmitte das Inntal und rechts das Achental. Bei der Belichtung hat mir der Vollmond sehr geholfen.

Die Nacht war unruhig, denn immer wieder war ein piependes Geräusch zu hören. Ein Geräusch wie ich es nie zuvor hörte. Mehrmals stand ich auf um nach zu sehen. Nichts war zu entdecken und die Neugierde ließ mich nicht zur Ruhe kommen. Dieses Geräusch war auch noch am frühen Morgen zu hören als ich aufstand um diese Aufnahme zu machen.

Wiederum hatten wir viel Glück mit dem Licht. Am Abend war es schon schön und auch der Morgen war sehr fotogen. Rechts ist sehr klar der Großglockner zu sehen.

Hier an diesem Logenplatz, mit Blick zum Achensee, hatten wir gefrühstückt. Es war, bedingt durch den Föhn, unglaublich warm.

Wir erfreuten uns an den spätsommerlichen Temperaturen und hatten uns viel Zeit gelassen, bevor wir auf der anderen Bergseite abgestiegen sind.

Noch bevor wir den Sattel erreichten kamen wir an einen neu angelegten Klettersteig vorbei. Meine Neugierde vom Vortag hielt immer noch an und so bin ich gleich mal hoch und wieder runter gestiegen.

Beim Abstieg zur Erfurter Hütte, die gerade umgebaut wurde, führt der Weg genau an diese Stelle an der man das 60 km entfernte Zuckerhütl (3507 m) sehen kann. Es ist der höchste Gipfel in den Stubaier Alpen.
Eine halbe Stunde später waren wir wieder an der Bergstation und schwebten mit der Gondel ins Tal.