Biwak im Rofan
Zuerst wollten Katrin und ich die Pinzgau-Tour aus dem letzten Jahr fortsetzen. Der Anfahrtsweg war uns aber zu weit und so blieben wir hier und beschlossen auf den Hochissgipfel (2299 m) zu gehen. Es hat sich gelohnt!

Wir erreichen die Kotalm. Im Hintergrund das Klobenjoch. Hier auf der Alm wird nach 90 Minuten erstmal ausgiebig Rast gemacht. Die Rucksäcke sind schwer und der Durst ist groß.

Entweder sind es die schweren Rucksäcke, oder die Radlerhalbe auf der Kotalm macht uns Mühe. Spät erreichen wir den Streichkopf. Hier finden wir jedoch keinen schönen Biwakplatz.

Kurz entschlossen gehen wir weiter. Bis zum höchsten Gipfel im Rofan ist es nicht mehr weit. Das Wetter ist ausgezeichnet und verspricht, aufgrund des aufziehenden Nebels, gute Stimmungsfotos.

Wir müssen uns aber beeilen, die Sonne steht schon tief und einen Platz für unser Hütterl müssen wir auch noch finden.

Katrin tut mir leid, denn ihr Rucksack ist beinahe so schwer wie meiner. Die Kamera habe ich ihr zwischenzeitlich abgenommen, aber das schwere Stativ hängt immer noch an ihrem Rucksack... und im Rucksack hat sie Essen und Trinken für zwei Tage.

Am Gipfel der Hochiss (2299 m) ist es sehr steinig und wenig Platz für das Nachtlager, daher haben wir unser Quartier auf der grasigen Schulter aufgebaut. Der Wind treibt uns den Nebel ins Gesicht und es ist kalt.

Im Tal ist es bereits dunkel. Der Nebel zieht gespenstisch um die Berggipfel. Der Sonnenuntergang war ein wenig enttäuschend. Zu schnell verschwand sie hinter den Nebelwolken.

Es ist 21:30, wir stehen am nebelumhüllten Gipfel der Hochiss. Wir blieben eine Stunde und schauten dem Treiben der Nebelschwaden zu. Der Abstieg bis zum Biwakplatz dauerte nur 5 Minuten. Der Wind hat nachgelassen, der Nebel gab den Sternenhimmel frei und nach Mitternacht erhellte der abnehmende Halbmond unser Bergzelt.

Ein neuer Tag. Dieses Bild hat Katrin gemacht. Es zeigt im Hintergrund den höchsten Berg von Österreich. Zu finden ist diese Aufnahme auch in der fotocommunity. Es wurde prompt für die Galerie vorgeschlagen und es ist dort auch erfolgreich eingezogen. Herzlichen Glückwunsch!
Link zu Katrins Bild: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/493430/display/9801173

Schnell, schnell aus den Schlafsäcken... die Sonne, sie wird bald zu sehen sein. Gut, dass es bis zum Gipfel nur wenige Minuten sind.

Im Tal ruht noch der Morgennebel, doch auf den Bergen fällt das erste Sonnenlicht. Bilder können Eindrücke erwecken, aber den wahren Eindruck bekommt nur der, der da oben steht und es mit eigenen Augen erleben darf.

Das mehrere Kilo schwere Stativ mitzunehmen hat sich wirklich gelohnt. Nur so entstanden ausdrucksstarke Panorama-Aufnahmen, die ich hier jedoch nicht zeigen kann. Unter der entsprechenden Rubrik könnt ihr aber ein paar dieser Bilder anschauen. Und hier habe ich auch eine Panorama-Aufnahme online gestellt: http://www.alpen-panoramen.de/viewer.php?pid=1844

Wunderschön wie die Bergspitzen aus dem Nebel hervor lugen. Man könnte meinen, es seien Inseln im Meer. Im Vordergrund sieht man die Rofanspitze.

Links das Karwendel.. zu sehen unter vielen anderen Bergen: Schafreuter, Montscheinspitze, Seeberg, Seekarspitze und im Vordergrund der Streichkopf.

Blick in die Hohen Tauern. Ganz links der Großglockner. Leider kenne ich viele dieser Gipfel nicht, weil ich zu selten dort hinkomme. Meine Heimatberge sind rund um den Achensee.

Für Katrin ist dieses Bergerlebnis sehr beeindruckend, obwohl wir schon viele Touren in den letzten Jahren gemacht haben. Jeder Tag ist anders und immer wieder schön.

Auch wenn es sehr schwer zu tragen ist... es ist einfach toll wenn man ein Teleobjektiv dabei hat. Ja, es sind auch diesmal so an die 10 kg Fotoausrüstung mitgenommen worden.

Dieses von der Sonne eingefärbte Nebelmeer war wunderschön anzusehen. Klar, dass da unsere Fotografen-Herzen schneller schlugen....

Wir waren etwa zwei Stunden am Gipfel, doch nun kam der erste Bergsteiger aus Maurach. Wir stiegen ab zu unserem Biwakzelt. Die Sonne stand nun schon hoch und ihre Strahlen erwärmten uns.

Hier scheint sich jemand riesig zu freuen. Ja, es war wieder mal eine schöne Tour mit großartigen Eindrücken und natürlich sind alle Strapazen und Mühen vergessen.
Abgestiegen sind wir zur Erfurter Hütte, dann sind wir auf dem Höhenweg zur Dafalzer Alm gewandert und von dort sind wir zum Achensee abgestiegen.