Sigerls Bilderbuch

Landschaften

15. Januar 2009

Es wird sich nicht vermeiden lassen....  ich werd mich wohl nach einem neuen Tourenskistiefel umschauen müssen. Seit der Juifen-Tour vor drei Tagen plagt mich wieder ein hochentzündetes Überbein. Eine Skitour ist daher heute unmöglich.

 

 

 

Der Wetterbericht versprach Besserung und so fuhr ich nach Achenkirch, mein Ziel war die Hochplatte, aber ohne Ski. Dass dies möglich sein wird, hab ich auf der Juifen-Tour festgestellt. Der Schnee war hart gefroren und es hat letzte Nacht nur leicht geschneit. Mein Scarpa-Bergschuh lässt mich meine Schmerzen fast vergessen. Ich kam gut voran und das Wetter wurde tatsächlich besser.

 

 

 

 

Ich freute mich, denn es schien heute ein richtig schöner Tag zu werden. Der Blick zum Gröbnerhals und Retherkopf wurde frei. Keine Skispur und auch sonst keine Spur war am Aufstiegsweg zu sehen. Ich war wohl wieder mal alleine unterwegs.

 

 

 

 

Als ich die Bründlalm erreichte, war auch schon die Sonntagsspitze nebelfrei. Das nächste Ziel war die Jochalm.

 

 

 

 

Als ich die Jochalm erreichte und nach Achenkirch und zum Achensee hinunterschaute, sah ich, dass die Nebeldecke wieder tiefer kam. Wird doch wohl nicht wieder zuziehen?

 

 

 

 

Der Nebel wurde tatsächlich wieder dichter. Als ich an der Seewaldhütte ankam war die Sicht gleich Null... erst als ich kurz vor dem Gipfel stand wurde es wieder heller. Eine einzige neue Skispur war zu sehen. Kurt L., ein Achenkircher Urgestein, hat sie in den Neuschnee gezogen. Er stieg von der Feichteralm auf.

 

 

 

 

Eine halbe Stunde wartete ich am Gipfel, dichter Nebel versperrte jede Sicht. Nun kam ein Skibergsteiger mit schnellem Schritt zum Gipfel, es war ebenfalls ein Achenkircher.

Das Warten hat mich trotz heißem Tee ausgekühlt. Klaus, der Segelflieger aus Achenkirch, ist längst ins Tal abgefahren. Ich wartete immer noch auf freie Sicht.

 

 

 

 

Weil es mir zu kalt wurde, bin ich mehrmals am Gipfelgrat hin- und her spaziert. Und dieses Warten hat sich gelohnt, der Nebel gab den Blick auf die Berge frei. Seekarspitze, Christlum, Schreckenspitze und die Sonntagsspitze waren zu sehen.

 

 

 

 

Herrlich anzuschauen, wie sich die Gipfel des Rofan-Gebirges aus dem Nebelmeer hervor heben. Auch dort im Rofan gibt es lohnende Skitouren-Ziele.

 

 

 

 

Vom Gipfel abgefahren waren zwischenzeitich eine Dreier-Gruppe aus Schwaz im Inntal. Doch schon wieder näherten sich zwei Skibergsteiger dem Gipfel. Links im Hintergrund wurde der Blick auf die drei Unnutzgipfel frei.

 

 

 

 

Vom Gipfel der Hochplatte hat man einen schönen Blick zum Juifen. Von dieser hier zu sehenden Seite bin ich vor ein paar Tagen ins Tal nach Achenkirch gefahren.

 

 

 

 

Bald hat er es geschafft, es sind nur noch wenige Meter bis zum Gipfelkreuz. Der Nebel war immer noch ein ganz toller Bildgestalter.

 

 

 

 

Es waren zwei Bergkameraden aus München. Hier im Bild der zweite, der nur deshalb ein wenig später zum Gipfel kam, weil er seine Kamera nicht mehr bedienen konnte. Irgend etwas hat er wohl verstellt. Ja, ja, diese Minicomputer haben so ihre Tücken.

 

 

 

 

Nebel über dem Gröbnerhals. Links Schreckenspitze und Sonntagsspitze, rechts der Retherkopf und im Hintergrund die Silhouette der Karwendelberge.

 

 

 

 

Schnell wurde ein nebelfreier Augenblick für ein Gipfelfoto genutzt. Im Hintergrund Kafell, Marbichlerspitze und ganz rechts der Juifen.

 

 

 

 

Beim Abstieg sorgte der Nebel immer noch für eine fotogene Abwechslung. Es war sehr vorteilhaft zu Fuß unterwegs gewesen zu sein. Mit den Skiern wäre ich längst im Tal gewesen. So aber hatte ich Zeit für viele schöne Erinnerungsaufnahmen.

 

 

 

 

Längst war ich alleine  am Berg. Der Nebel hüllte den Gipfelaufbau der Hochplatte in ein undurchsichtiges Kleid aus Watte. Nur der Blick über den Gröbnerhals hinweg, hinein ins Karwendel war noch frei. Und ich wartete wieder... ich wollte wenigstens ein Bild vom Gipfelhang machen. Ich ging auf und ab, denn die Kälte schlich wieder durch meine Kleidung.

 

 

 

 

Und plötzlich lichtete es sich, der Blick zum Gipfel wurde frei. Schnell ein Foto und ein letzter Blick zum links im Bild zu sehenden Retherkopf. Ich stieg ab, vorbei an der wieder im nebelverhüllten Seewaldhütte, bis ich wieder an der Jochalm war.

 

 

 

 

An der Jochalm blieb ich wieder eine Weile stehen. Ich erfreute mich an der Natur, dem Nebel, der immer wieder neue Bilder hervorbrachte. Auch das Licht wurde immer schöner, schade, denn jetzt müsste man noch am Gipfel sein. Ich dachte an mein Biwakzelt.... es kommt ganz bestimmt wieder die Zeit, wo ich oben bleiben werde.

 

 

 

 

Diese Stimmung war in Wirklichkeit viel schöner.Das Licht hinter der Sonntagsspitze, die auch Zunterspitze genannt wird, war viel wärmer.

 

 

 

 

Auch hier war das Licht in Natura viel wärmer, viel rötlicher. Die Unnutzberge im letzten Abendlicht. Nun waren es nur noch wenige Meter bis ins Tal. Wieder ging ein schöner Tag, für den ich sehr dankbar bin, zu Ende.

 

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