Sigerls Bilderbuch

Landschaften

16. bis 17. Mai 2009

Biwak am Guffertstein

Diesmal nicht nur um gute Fotos zu machen, sondern auch um unsere Island-Trekking-Ausrüstung zu testen.

 

 

 

Viele werden den Guffertstein nicht mal kennen. Er ist auch nicht mehr als ein unscheinbarer Nachbargipfel des viel bekannteren Guffert.

Zu gerne wären Katrin und ich auch auf das „Matterhorn des Achentales“ gestiegen, aber wir vermuteten oberhalb von 2000 m noch zu viel Schnee.

 

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem wusste das Wetter noch nicht so recht ob es den Wetterpropheten folgen soll, oder doch ganz was anderes im Sinn hat. Wir ließen uns jedoch nicht beeindrucken und stiegen höher und höher.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kaum waren wir auf 1900 m Seehöhe, hatte sich unsere Vermutung bestätigt, es lag noch sehr viel tiefer Schnee. Und so hat es sich nicht vermeiden lassen, dass ich irgendwann hüfthoch im Schnee versank. Zudem fiel Nebel ein und Spur war ohnehin keine zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir den wenig ausgeprägten Gipfel des Guffertsteines. Alles weitere war Routine, Zeltplatz präparieren, Zeltaufbau und während Katrin die neuen Therm-A-Rest Neo Air aufpumpte, machte ich einige Bilder. Schön, dass sich dafür extra der Nebel lichtete und der Blick zum Guffert frei wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Wecker wurde auf 5:30 gestellt. Es war eine für mich unheimliche Nacht, kein Wind kein Geräusch und so war es nicht verwunderlich, dass ich schon um fünf Uhr wach war. Es war auch gar nicht zu früh, denn ein Blick aus dem Zelt zeigte mir bereits den sich verfärbenden Morgenhimmel.

 

 

 

 

 

 

 

 

Unzählige Male habe ich schon oben auf den Bergen auf den Sonnenaufgang gewartet und immer wieder bin ich begeistert von dem was mir die Natur da bietet. Die Nebelschwaden zogen über die Berge, so als wären sie im Zeitraffer unterwegs.

 

 

 

 

Es dauerte nicht lange, da lugte hinter dem Hinteren Sonnwendjoch die Sonne hervor. Unsere kleine Welt versank im Morgenrot.

 

 

 

 

 

 

 

 

Obwohl die Sonne nun schon höher stand, konnten wir mit unseren Panasonic G1-Kameras noch fotografieren ohne diese hässlichen Blendenflecken im Bild zu haben. Wir waren begeistert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich hatten wir auch ein kleines Stativ dabei. Aufnahmen im letzten Licht und vor Sonnenaufgang sind anders nur schwer möglich.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ersten Sonnenstrahlen erreichten nun auch unsere Herberge. Das Frühstück konnte beginnen… Im Hintergrund sieht man den Guffert und trotz genauer Beobachtung konnte ich keine Aufstiegsspur erkennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Bergdorf Steinberg lag noch verschlafen unter einer dicken Nebeldecke. Im Hintergrund links das Rofangebirge und rechts das Karwendel. Ein wunderschöner Tag, obwohl es im Schatten immer noch Null Grad hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein letzter Blick nach Osten zu den Kitzbühler Alpen. Danach wurde  das Zelt abgebaut und der Abstieg auf der anderen Bergseite konnte beginnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch da gab es noch eine Menge Schnee und nicht immer war es leicht, den spurlosen Steig zu finden. Gut, dass ich den Weg schon kannte. Schlecht war nur, dass man immer mal wieder ganz böse durch den unterhöhlten Schnee gebrochen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

Viel angenehmer war es, als wir wieder auf schneefreiem Gelände unterwegs waren. Viel Schnee lag auch noch auf den im Hintergrund zu sehenden Unnützbergen. Ganz dahinter sieht man noch die Spitzen der Karwendelberge.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Winter wieder zurück in den Frühling. In Steinberg erwartete uns ein warmer Tag. Trotzdem waren kaum Leute unterwegs.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein letzter Blick auf den Guffert bevor es wieder zurück ins Basislager geht. Wertvolle Erkenntnisse haben wir auf dieser Tour gewonnen.

 

Erstens: Ein Kochen in der Apside des Zeltes ist nicht möglich. Sie ist dafür einfach zu klein.

Zweitens: Die neuen Neo-Air-Matten sind für Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht mehr gut geeignet. Dennoch werden wir mit dieser Ausrüstung im (hoffentlich) sommerlichen Island unterwegs sein.

 

 

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